Über den Pumi

 

Der Pumi ist ein sehr beweglicher und lebhafter Treibhund, dessen Aufmerksamkeit nichts entgeht, er ist temperamentvoll, mutig, ja draufgängerisch, noch lebhafter als der Puli, hochintelligent. Von altersher bis heute wird er zum Treiben sowohl von Großvieh als auch von Schweineherden eingesetzt.

 

Die Rasse entstand im 17. u. 18. Jahrhundert aus Vermischung des Pulis mit Treibhunden aus Deutschland u. Frankreich, wahrscheinlich dem Terrier und dem Chien de Brie. Um die 1900 herum begann man in Ungarn die Rassen Puli und Pumi zu trennen, was vorher nicht so beachtet wurde. Der Pumi vereinigt in sich die besten Eigenschaften des Puli und des Terriers. Raitsits, ein bekannter ungarischer Kynologe, sah im Pumi einen Hirtenterrier und hat seine Zucht in diese Richtung beeinflußt. Der Pumi braucht viel Bewegung und Auslauf, läuft gerne neben dem Fahrrad. Das Haus mit eingezäuntem Garten ist auch für ihn das ideale Umfeld, bei ausreichend Bewegung und Beschäftigung kann man ihn auch in der Stadtwohnung halten. Ebenso wichtig ist es, daß er Familienmitglied sein darf, denn er schließt sich gern und sehr eng an. Der Pumi lernt leicht und freudig alles was ein Hund nur lernen kann. Er ist prädestiniert z.B. für Agility, Breitensport, Fährte und es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Naturgemäß neigt er dazu, alles zu "kommentieren", das heißt er bellt gern. Doch mit Liebe und Konsequenz kann man das sehr gut in den Griff bekommen. Wachsam wie er ist, entgeht ihm nichts und das Erbe des Puli bedingt auch seine Bereitschaft zur Verteidigung.

.Der Pumi ist mit seinen Eigenschaften ideal für den Hundefreund, der einen schneidigen Kameraden sucht, der mit ihm durch dick und dünn geht!

 

Der Standard des Pumi:

 

FCI-Gruppe: 1 


Ursprung: Ungarn.

Datum der Publikation des gültigen Standards: 06.04.2000

Verwendung: Terrierähnlicher Treibhund. Er ist auch zum Treiben größerer Tiere geeignet. Sein Spürsinn ist gut entwickelt. Er bewährte sich hervorragend bei der Bekämpfung von Raubwild und Nagern. Er ist ein ausgezeichneter Haushund und erträgt ohne Weiteres die Haltung in einer Wohnung. Er braucht viel Bewegung und ist ein ausgezeichneter Begleit- und Sporthund.

Klassifikation:
Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde
Sektion 1 Schäferhunde – ohne Arbeitsprüfung

Kurzer geschichtlicher Abriß: Der Pumi entstand im 17.-18. Jahrhundert in Ungarn durch Kreuzung des primitiven Puli mit importierten deutschen und französichen terrierartigen Hunden mit Stehohren. Er gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als selbständige Rasse.

Allgemeines Erscheinungsbild: Es handelt sich um einen mittelgroßen, zum Spaß aufgelegten, terrierartigen Hirtenhund. Den Terrieracharakter zeigt der Kopf am besten. Die Gesichtsnasenpartie ist gestreckt und das obere Drittel der aufgerichteten Ohren neigt sich nach vorne. Der Körperbau ist quadratisch. Wegen seiner ständigen Aufmerksamkeit ist die Haltung des Halses höher als im Durchschnitt. Das mittellange, wellige Haar bildet Locken. Der Pumi kommt in mehreren Farbschlägen vor, aber er muß immer einfarbig sein.

Wichtige Proportionen:

  • Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe.
  • Die Brustkorbtiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der Widerristhöhe.
  • Die Fanglänge ist etwas geringer als die Hälfte der Kopflänge.
  • Die Halslänge entspricht der Kopflänge und beträgt 45% der Widerristhöhe.

Verhalten /Charakter (Wesen): Dieser recht lebhafte Treibhund hat ein rastloses Temperament. Er ist äußerst kühn, gegen fremde Personen etwas mißtrauisch. Infolge seines vernünftigen Verhaltens, seiner Lebhaftigkeit und seiner Ausdrucksfähigkeit lenkt er immer und überall die Aufmerksamkeit auf sich. Der Pumi ist ziemlich laut. Seine ganze Erscheinung strahlt Tatendrang aus und wegen seiner Ruhelosigkeit und Betriebsamkeit sind alle seine Körperteile stets in Bewegung. Er ist immer aktiv und einsatzbereit. Scheues oder phlegmatisches Benehmen sind rassenfremde Eigenschaften.

Kopf: Verhältnismäßig lang und schmal. Die Kopfform wird durch die gestreckte Fangpartie geprägt.

Oberkopf:

  • Schädel: Die Scheitelgegend ist relativ breit und gewölbt
  • Die lange Stirn ist nur wenig gewölbt, von der Seite gesehen flach
  • Die Augenbrauenbogen sind mäßig entwickelt.
  • Stop: Kaum wahrnehmbar. Die Stirnebene läuft zwischen den Augenbogen beinahe geradlinig zum Nasenrücken weiter.

Gesichtsschädel:

  • Nasenschwamm: Schmal, stumpf geschnitten, bei allen Farbschlägen immer nur schwarz.
  • Fang: Der Naserücken ist gerade. Die ausgedehnte Gesichtspartie verjüngt sich gegen die Nase zu, wird aber nie spitz
  • Lefzen: Sich dem Gebiß straff anschmiegend, dunkel pigmentiert.
  • Kiefer /Zähne: Starke Kiefer. Die kräftigen und gut entwickelten Zähne sind weiß. Regelmäßiges, der Zahnformel entsprechend vollzahniges Scherengebiß.
  • Backen: Gut bemuskelt.
  • Augen: Mittelweit voneinander und etwas schräg eingesetzt, mittelgroß, oval, geschlitzt, dunkelbraun. Der Ausdruck ist lebhaft und intelligent. Die Lidränder liegen dem Augapfel straff und eng an und sind gut pigmentiert.
  • Ohren: Die aufgerichteten Ohren sind hoch angesetzt. Das obere Drittel des Ohres neigt sich nach vorne. Die mittelgroßen ebenmäßigen Ohren haben eine umgekehrte V-Form. Ihr Ausdrucksspiel ist rege.

Hals: Mittellang, wenig gewölbt, gut bemuskelt; er bildet einen Winkel zwischen 50 und 55° mit der Horizontalen. Die Haut des Halses ist straff, trocken, ohne Falten.

Körper: Die Muskulatur ist gut entwickelt, trocken, besonders straff und zäh. Es handelt sich um eine außerordentlich hagere Rasse von harmonischem Erscheinungsbild.

  • Obere Profillinie: Gerade.
  • Widerrist: Ausgeprägt, lang und nach hinten geneigt.
  • Rücken: Kurz, gerade und straff.
  • Lende: Kurz, fest gefügt und gerade.
  • Kruppe: Kurz, leicht abfallend, mittelbreit.
  • Brust: Die Vorderfront der Brust ist gerade, nicht breit, eher tief. Die Rippen sind wenig gewölbt, eher flach. Der Brustkorb ist tief, lang und reicht bis zur Höhe des Ellenbogens.
  • Bauch: Straff, nach hinten aufgezogen.

Rute: die hoch angesetzte Rute bildet einen weiten kreisförmigen Bogen über der Kruppe. Das Haar der Unterseite der Rute ist 7-12 cm lang, drahthaarig, auseinanderstehend, mit wenig Unterwolle. Angeborene Stummelrute sowie kupierte Rute sind nicht zulässig.

Gliedmassen:

Vorderhand: Die von der Vorderfront der Brust ausgehenden Vorderläufe unterstützen den Körper wie Säulen; sie sind senkrecht, parallel und nicht zu weit gestellt.

  • Schultern: Das Schulterblatt ist lang und leicht steil. Der Neigungswinkel zur Horizontalen beträgt cirka 55°. Die Schulterblattspitzen stehen lotrecht über dem tiefsten Punkt der Brust.
  • Oberarm: Kurz und gut bemuskelt. Das Schulterblatt und der Oberarm bilden einen Winkel von 100-110°.
  • Ellenbogen: Eng am Körper anliegend.
  • Unterarm: Lang, hager.
  • Vordermittelfuß: Steil.
  • Vorderpfoten: Rundliche Katzenpfoten mit eng aneinanderliegenden Zehen. Die Ballen sind elastisch. Die Krallen sind kräftig, schwarz oder schiefergrau.

Hinterhand: Die Hinterläufe sind sehr kräftig. Von der Seite gesehen sind sie etwas nach hinten überstreckt. Von hinten gesehen sind die Läufe parallel, gerade, weder zu eng noch zu weit gestellt.

  • Oberschenkel: Muskulös, lang und nach hinten geneigt.
  • Knie: Auf gleicher Höhe wie die Ellenbogen.
  • Unterschenkel: Lang, hager.
  • Sprunkggelenk: Das Sprunggelenk ist hager und scharf umrissen.
  • Hintermittelfuß: Kurz, steil.
  • Hinterpfoten: Wie die Vorderproten. Afterkrallen sind unerwünscht.


Gangwerk: Bewegung recht lebhaft, temperamentvoll. Schritt kurz, energisch, dynamisch und harmonisch. Die Haltung ist kühn und stolz. Der Trab ist leicht und harmonisch; der Hund setzt die Hinterpfoten genau in die Spur der Vorderpfoten.

Haut: Ohne Falten, stark pigmentiert. Die freien Hautflächen sind schwarz oder schiefergrau.

Haarkleid:

Haar: Das wellige, lockige Haar bildet Büschel und ist nie glatt oder verschnürt. Im Durchschnitt sind die Haare 4-7 cm lang, in kleineren oder größeren Büscheln zusammengesetzt, elastisch struppig und dicht. Das Haarkleid besteht aus einem kräftigen, nicht groben, drahthaarigen Deckhaar und einer weichen Unterwolle. Die mittellangen, dichten, drahtigen Grannenhaare an den Ohren ragen nach oben. Die Augen und die Fangpartie sind frei von langem Haar. Die erwünschte Vorbereitungsform des Haarkleides wird durch Trimmen mit der Hand erreicht. Kleinere Korrekturen mit der Schere auf dem Kopf und an den Gliedmaßen sind möglich. Aber das ganze Haarkleid mit der Schere zuzurichten ist unerwünscht.

Farbe:

  • Grau in verschiedenen Nuancen (im allgemeinen ist die Farbe bei der Geburt schwarz und wird mit der Zeit grau).
  • Schwarz.
  • Falbfarben, Grundfarben: rot, gelb, cremefarben (ein schwarzer oder grauer Anflug und eine ausgeprägte Maske sind erwünscht).
  • Ein weißer Brustfleck mit einem Durchmesser unter 3 cm und /oder ein weißer Strich auf den Zehen ist nicht fehlerhaft.
  • Die Haarfarbe muß immer ausgeprägt und einfarbig sein.
  • Weiß.

Größe und Gewicht:

Widerristhöhe:

  • Für Rüden: 41-47 cm, Idealgröße 43-45 cm
  • Für Hündinnen: 38-44 cm, Idealgröße 40-42 cm

Gewicht:

  • Für Rüden: 10-15 kg, Idealgewicht: 12-13 kg
  • Für Hündinnen: 8-13 kg, Idealgewicht: 10-11 kg


Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließende Fehler
:

  • Runder, puliartiger Kopf. Gesichtsnasenpartie kürzer als 40% der Kopflänge.
  • Stark ausgeprägter Stop.
  • Fehlen von einem Zahn oder mehreren Zähnen von den Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4, den Molaren 1-2; Fehlen von mehr als 2 PM1; die M3 werden nicht berücksichtigt.
  • Vor- und Rückbiß, Kreuzgebiß.
  • Vollständig aufgerichtete Stehohren; vom Ansatz an herabhängende oder ungleich getragene Ohren.
  • Kurzes, glattes Haar; langes, stark verfilztes oder abstehendes, strukturloses Haar.
  • Schokoladenbraunes- und mehrfarbiges Haarkleid sowie jede Art von scharf abgegrenzten Flecken (z.B. lohfarbene Abzeichen, Bildung eines Mantels etc.)
  • Größe von den im Standard festgesetzten Normen abweichend.

  • Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

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